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BeBof Delux - Two Steps from the Blues |
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BeBof Delux
& The Delta Horns
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Mit 12 fing meine aktive Musikerlaufbahn an.Obwohl ich auf einem selbstgebastelten Waschpulverkarton-Blechdeckel-Schlagzeug im heimischen Keller Krach machte und mir sehnlichst ein richtiges Schlagzeug Set zum 12. Geburtstag wünschte - bekam ich doch ein Gitarrenbuch geschenkt.Nachdem ich mir die Grundkenntnisse angeeignet hatte zog es mich schnell in Richtung Blues.
Bis heute habe ich nicht vergessen daß ich meine ersten Bluesstücke in Georg Kostya`s"Rocktasche" hörte."I`m Ready" von Muddy Waters - dieser eigenartige Sound mit der Chromatischen Mundharmonika - diese Reibung zwischen Dur und Moll und natürlich Muddy`s einzigartige Stimme.Immer wieder spielte Georg Kostya neben seinen Rock`n` Roll Songs auch die schwarzen Blueser wie Elmore James , Howlin Wolf oder andere.Das Radio war eine der wenigen Quellen an diese Musik ran zu kommen.Und es gab damals einige "Einzelkämpfer" die ganz hervorragende Sendungen machten und sich immer mit großem persöhnlichen Einsatz ( natürlich auch gegen Vorgesetzte) für Blues und Jazz engagierten.Joachim Ernst Behrendt , man mag zu ihm stehen wie man will, hat in diesem Bereich sehr viel getan. Und für Blues muß man ganz besonders Manfred Miller`s Bluestime im Südfunk erwähnen.Die Sendung kam immer um 23 Uhr und ich schlich mich zu meinem älteren Bruder ins Zimmer um zu zuhören.Dort hörte ich dann zum ersten mal Leute wie Hound dog Taylor, Slim Harpo, Albert King, Clifton Chenier und viele andere, immer mit sehr guter Hintergrundinformation und Manfred Millers unvergleichlichen Art Bluestexte zu Übersetzen und vor zutragen.
Währenddessen zog ich mir weiter Wissen und Fähigkeiten aus einem Slide-Gitarren Buch und einem Buch von Meister B.B.King.Noch heute ist mir sein Satz im Ohr:"It`s not what you play , but how you play it".Sehr simpel , aber gerade für Bluesmusiker sehr zu beherzigen.Ist doch gerade der Sound, das Modulieren der Töne und ein eigenerCharackter in dieser Musik so wichtig. Und das heraus zu arbeiten ist wiederum verdammt schwer. |
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B.B.King ist zweifelslos ein Meister darin.Ich hatte das Glück ihn 1979 in München auf dem Jazzfest in der Olympiahalle zu sehen.
Außerdem auch dabei um 3.00 Uhr morgens : Muddy Waters!
Überflüssig zu erwähnen daß das auf mich mit 15 Jahren einen bleibenden Eindruck hinterließ.
B.B.King spielte ca. ne Stunde - mir kams vor wie 5 Minuten, so schnell verging die Zeit.
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Ein anderer Musiker der zu der Zeit öfters in Deutschland war ist J.B.Hutto.Der kleine Mann mit der großen Stimme . Ich habe ihn bestimmt 4-5 mal gesehen.
Das erste mal 1979 in Gaildorf als das Gaildorfer Bluesfest gerade am entstehen war.-das hat sich ja im lauf der Jahre ganz toll entwickelt. |
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1980 gründeten wir ( d.h. mein Bruder Matthias an der Harp,Günter Lang am Bass und Gerhard Lindner am Schlagzeug -
später Wolfgang Gsellmaier,der heute bei den Blowing Bullfrogs trommelt) die Band "Blueshogs"."Chicago Blues Live" stand auf den Plakaten und wir spielten im Stile von Junior Wells/Buddy Guy , Little Walter oder Muddy Waters.In der zehnjärigen Geschichte der Band gaben wir zahlreiche Konzerte im bayerischen Raum. |
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Ich glaub es war 1991 als ich zum ersten mal Clarence Gatemouth Brown live sah.Von dem Tag an änderte ich meine Spielweise!Da eigentlich fast alle meiner großen Vorbilder wie Albert Collins ,Albert King, Snooks Eaglin , Hubert Sumlin (wenn euch mal die licks ausgehen hört euch Sumlin an!) und eben grade Gatemouth Brown ohne Plektrum spielen und ich zu diesem Zeitpunkt keine feste Band hatte - sprich : genug Zeit zum Üben - ( Gitarristen die mit Plektrum spielen wissen wo man -wieder- anfängt wenn man mit den Fingern spielt)warf ich mein Plektrum weg.Diese zwei Sets von Gatemouth Brown im dubiosen Matthäser Keller in München hatten einen solch vehemmenten Einfluß auf mich daß ich diesen Schritt wagte. Seit dem bin ich ganz großer Gatemouth Brown Fan.Wie gesagt , für mich ist grade der Ton so entscheidend im Blues ,und mit den Finger kriegt man eben einfach mehr raus - hat bessere Dynamikmöglichkeiten und kann den Funk besser ausreizen.Und es ist natürlich ganz einfach gesünder. |
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Hier von all den Konzerten zu erzählen die mich als Musiker im Lauf der Jahre geprägt haben würde zu weit führen.Aber z.B. Buddy Guy und Junior Wells Anfang der achtziger Jahre in der Vielharmonie in München(ein relativ kleiner Club)- Leute die dort waren wissen wovon ich rede - oder Johnny Shines und Robert Junior Lockwood(beide kannten noch Robert Johnson)in der Kresslesmühle in Augsburg - das waren Gigs die man ein Leben lang nicht vergessen wird.Das beste Festival in Europa ist für mich nach wie vor die Bluesestafette in Utrecht, Holland.Dort habe ich z.B. Snooks Eaglin für mich als funkigsten Bluesgitarristen entdeckt; oder Albert Collins das einzige mal Live gesehen.Ich sag Euch: Kein Vergleich zu seinen Aufnahmen - der Mann war live die Hölle!Das gleiche Kaliber war Albert King, davon konnte ich mich in München in der Manege überzeugen.Eine schier unglaubliche Dynamik die diese beiden Musiker an den Tag legten. |
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In den Neunzigern wuchs auch mein Interesse am aktiv-Jazz-spielen.(siehe auch www.bits-and-pieces.de ).Gehört hatte ich ja schon immer so Sachen wie Charlie Parker, Charlie Christian bis hin sogar zu manchen Free Jazz.Einen meiner Lieblings Jazzmusiker konnte ich in einem traumhaften Ambiente erleben: Clark Terry spielte in Neuburg am Donauufer des Ruderclubs für schlappe 10 DM-unglaublich!Die Sonne ging langsam unter und Clark Terry fing an zu spielen.Er konnte nur schlecht laufen in seinem Alter , aber kaum auf der Bühne hatte er eine Austrahlung so frisch wie ein Jugendlicher.Vielleicht fang ich auch noch mal an Trompete zu spielen.Ich liebe dieses Instrument.Die Power, die Dynamik, der Ton und die Möglichkeiten die Töne zu modelieren.Auf jeden fall gibt es noch, so oder so, viel zu Lernen.Das ist mitunter auch das schöne an der Musik daß es nie aufhört - man kann immer noch dazu lernen.Wichtig ist nur daß man dranbleibt.So geh ich auch immer wenn ich Zeit finde Sonntags zu Hal Baurfeind`s Jazz Workshop in Diedorf. Ein Glück daß der Mann in Diedorf lebt.Er ist ein ganz ausgezeichneter Lehrer und freundlicher und geduldiger Mensch.Mich begeistern immer wieder seine Arrangements.Man meint vielleicht man kenne den einen oder anderen Standard- aber hört euch mal an was Hal draus macht |
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In den Neunzigern folgten verschiedene kurzlebige Projekte, bis ich dann mit Jens Vogel und Stefan Arndt in ungezwungener Atmosphäre im Übungsraum eine Session abhielt.Daraus entstand schließlich die Band "BeBof Delux" und später dann, als sich drei heimatlose Bläser am Tresen trafen und beschlossen aktiv zu werden "BeBof Delux & Brass".Später kam noch Schepper an derPosaune hinzu und Jens mußte leider ,weil Stuttgart doch zu weit ist und der Beruf das seinige fordert ,durch Al Morris am Bass ersetzt werden.
Mittlerweile haben wir noch Verstärkung durch Gregor Wittner an den Keyboards und den fantastischen Tenorsaxofonisten Thilo Kreitmeier aus München bekommen.Yes, we`re ready to tear the Roof off the suc.... |
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Mittlerweile bin ich mit den verschiedensten Formationen (Siehe Links und Termine) in ganz Europa unterwegs.
I play the high class joints , I play the low class joints and I`m gonna even play the honky tonks.
Von Königswinter /Petersberg oder Bayerischer Hof München bis hin zu so gemütlichen Blueskneipen wie z.B. W4 in Huglfing oder PH Music Club in Weiden- überall spiele ich den Blues. |
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